Der Vater nimmt Einfluss auf die Erziehung seiner Kinder,
die, wilhelminisch und preussisch,
einem ernsten
Arbeitsethos verpflichtet werden. Der Beruf des Vaters
fördert das ausgeprägte Interesse des jungen Eiermann an technischen
Dingen. Daneben entwickelt er früh ein beachtliches künstlerisches
Talent und erweist sich bald als geschäftstüchtig, wenn er im Alter
von fünfzehn Jahren bereits eigene Einkünfte durch den Verkauf selbstgefertigter
Radierungen erzielt. Vom verdienten Geld lässt er sich einen Telefonanschluss
legen, sonst eine Seltenheit auch in Erwachsenenhaushalten.
Einige Blätter, die in den Jahren von 1920 bis 1924 entstehen, liess
Eiermann 1969 in einer Geburtstagsedition veröffentlichen. Sie zeigen
in Federzeichnungen und Aquarellen Ortsansichten und Landschaften.