Neben dem Studium und der Arbeit in der Meisterklasse
ist Eiermann auch Gründungsmitglied und
Mitbetreiber
der >Gruppe Junger Architekten<, einem 1926 erfolgten
Zusammenschluss von engagierten Studenten, der sich in Vorträgen, Diskussionen
und Atelierbesuchen programmatischen Betrachtungen des Neuen Bauens
widmet und u.a. ein wöchentliches Treffen in einem Berliner Cafe organisiert.
Selbstbewusst setzt er sich in Kleidung und Erscheinen von seinen Kommilitonen
ab. Er trägt amerikanische karierte Hemden und fährt Motorrad.
1927 schliesst Eiermann sein Studium mit der zweitbesten erreichbaren
Gesamtnote >sehr gut< ab. Als Thema seiner Diplomarbeit hatte er den
Entwurf für ein Kaufhaus gewählt.